Sie beantragen Förderung für Beratungsleistungen, wenn gewünscht.
Flächendeckend superschnelles Internet in ganz Deutschland – für dieses Ziel investiert der Bund in den Auf- und Ausbau von Breitbandinfrastrukturen. Planungs- und Koordinierungsleistungen werden durch das Bundes-Förderprogramm unterstützt.

Fördermittel für Beratungsleistungen
Der Bund fördert Beratungsleistungen für jeweils eine Ausbaumaßnahme mit maximal 50.000 Euro. Die Fördermittel werden ausgezahlt, sobald die Beratungsleistung erbracht ist. Die Förderung erfolgt unabhängig davon, ob die im Anschluss folgende Ausbaumaßnahme durch das Bundesförderprogramm unterstützt wird.

So geht die Antragstellung – einfach und schnell
Bei der Antragstellung darf der Beratervertrag noch nicht abgeschlossen sein.

  1. Sie registrieren sich auf www.breitbandausschreibungen.de.
  2. Sie füllen das Antragsformular online aus.
  3. Sie drucken das Formular aus und unterzeichnen es.
  4. Sie senden das unterzeichnete Formular auf dem Postweg oder per Fax an:
    Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur - Breitbandförderung - Invalidenstr. 44 - 10115 Berlin - Fax: 030 18 300 807 6479

Schriftform erforderlich wegen Rechtsverbindlichkeit

  • Mit Eingang des unterzeichneten Antragsformulars gilt der Antrag als gestellt.
  • Gegebenenfalls fordert das BMVI nachträglich fehlende Unterlagen an.
  • BMVI bewilligt Fördermittel.

Sie erkunden den Markt.

Bevor Sie Förderung für Infrastrukturmaßnahmen beantragen können, müssen Sie ein Markterkundungsverfahren durchführen. Es klärt, welche Gebiete bereits mit zukunfts- und hochleistungsfähigem Breitbandnetz ver-sorgt sind und wo innerhalb der nächsten drei Jahre ausgebaut werden soll.

Sie veröffentlichen das Markterkundungsverfahren für mindestens vier Wochen auf www.breitbandausschreibungen.de. Netzbetreiber werden aufgefordert, zum Verfahren Stellung zu nehmen und eigene eventuelle Ausbaupläne bekannt zu machen. Das Ergebnis der Markterkundung wird ebenfalls auf diesem Portal veröffentlicht.

Fall 1: Schließung einer Deckungslücke erforderlich - Typischer Fall für eine Förderung
Rückmeldungen der Anbieter ergeben, dass der Breitbandausbau nur mit einer Finanzierung und/oder Förderung zur Schließung einer wirtschaftlichen Deckungslücke umsetzbar ist.

Fall 2: Ausbaupläne entsprechen nicht dem Projektgebiet - In diesem Fall kommt eine Förderung für die verbleibenden „weißen NGA-Flecken“ in Betracht.
Es gibt keine Ausbaupläne privater Unternehmen, oder die vorgelegten Ausbaupläne decken das Projektgebiet nicht komplett ab.

Fall 3: Anbieter plant Ausbau - Keine Förderung
Rückmeldung eines Anbieters, der einen Ausbau ohne öffentliche finanzelle Beteiligung und gemäß der gestellten Anforderungen von mindestens 50 Mbit/s unter allen Lastbedingungen gewährleistet

Sie finden das richtige Fördermodell und planen das Projekt.

Für den Förderantrag müssen Sie die Wirtschaftlichkeit der beiden Fördermodelle prüfen, die für den Netzausbau zur Verfügung stehen.

Wirtschaftlichkeitslückenmodell
Die Förderung schließt die Wirtschaftlichkeitslücke eines Betreibers von Breitbandinfrastrukturen, der in einem betriebswirtschaftlich unattraktiven Gebiet ein Breitbandnetz errichtet und anschließend selbst betreibt.

Betreibermodell
Die Förderung ermöglicht den Kommunen, passive Netzinfrastrukturen – zum Beispiel Glasfaserkabel, Leerrohre – zu errichten und diese an Netzbetreiber zu verpachten.

Für diesen Wirtschaftlichkeitsvergleich, der beide Modellvarianten vor dem Hintergrund Ihrer konkreten Situation bewertet, können Sie ein Interessenbekundungsverfahren oder eine Studie zu Kosten und Effizienz einzelner Ausbauvarianten heranziehen. Auch die förderfähige Beratungsleistung kann bei der Prüfung unterstützen.

Sie müssen nachweisen, dass die beantragte Förderung für die Erschließung der „weißen NGA-Flecken“ eingesetzt wird, das heißt von Gebieten, die nicht über mindestens 30 Mbit/s im Download verfügen.

Grundsätzlich ist das wirtschaftlichere Modell zu wählen.

Sind die Voraussetzungen aus Schritt 2 - 3 erfüllt, können Sie den Antrag zur Förderung von Infrastrukturprojekten und den dazugehörigen Baumaßnahmen stellen.

Aufrufe zur Antragstellung
Das BMVI ruft vierteljährlich jeweils neu zur Förderantragstellung auf. Dadurch können Ihre Anträge zeitnah geprüft und die Förderbescheide nach Rangfolge zügig versandt werden.Gehen Ihre Anträge verspätet ein, werden sie erst im folgenden Förderaufruf berücksichtigt und müssen erneut gestellt werden.

Fördermittel
Die Fördersumme beträgt maximal 15 Millionen Euro für jedes Projekt. Mit der Antragstellung müssen Sie einen Finanzierungsplan vorlegen. Die Auszahlung erfolgt im Abrufverfahren auf Nachweis der erbrachten Leistung in Teilzahlungen.

So geht die Antragstellung – einfach und schnell - siehe Schritt 1

So wird Ihr Antrag bewertet
Die Bewilligung der Förderanträge erfolgt in einem zweistufigen Verfahren:

  • Eine Vorprüfung entscheidet, ob das beantragte Projekt förderfähig ist.
  • Alle Förderanträge werden anhand eines Scorings objektiv und transparent bewertet. Die erreichte Punktzahl entscheidet über die Förderfähigkeit eines Antrags.

Jeder Antrag kann insgesamt bis zu 100 Punkte erreichen.

KriteriumZielPunktezahl
Förderbedarf
u.a. durchschnittliche Einwohnerzahl, derzeitige Versorgungslage
Besonders unterversorgte und schwierig zu erschließende Gebiete anschließen. 25
Projekterfolg
u.a. Zeitpunkt/-planung der Fertig- stellung, Anzahl von hochbitratigen Anschlüssen nach dem Ausbau
Die Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s zügig und umfassend verbessern. 28
Effizenter Mitteleinsatz
u.a. Ko-Finanzierung durch Förderprogramme der Länder und Dritter
Möglichst hohe Anzahl von Projekten einbinden, die am Förderprogramm partizipieren. 25
Nachhaltigkeit
u.a. Größe des Projektgebietes, Aufrüstungs-Möglichkeiten auf mindestens 100 Mbit/s
Einen möglichst lang anhaltenden Effekt auf den Breitbandausbau erzeugen. Aufrüstung ist künftig möglich.22

Sie realisieren den Breitbandausbau

Nach der Bewilligung können Sie die Leistungen für den Infrastrukturaus-bau und den Netzbetrieb ausschreiben. Im Anschluss an die Ausschreibung erfolgt die endgültige Bewilligung der Förderung.

Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell:
Ein einziges Unternehmen übernimmt den Infrastrukturausbau und den Netzbetrieb. Sie schreiben daher beide Leistungen gemeinsam aus. Ziel ist die wirtschaftlichste Ausbau- und Betriebslösung. Sie leiten die bewilligten Fördermittel an die Betreiber weiter, die mit der Durchführung der Aus- baumaßnahme beginnen.

Beim Betreibermodell:
Sie schreiben die Leistungen für den Infrastrukturausbau und den Netzausbau gesondert voneinander aus.

  • Die Ausschreibung für die Leistung des Infrastrukturausbaus richtet sich an Bauunternehmen.
  • Die Ausschreibung für den Netzbetrieb richtet sich an Telekommunikationsunternehmen.

Sie verwenden die bewilligten Fördermittel zum Ausbau der passiven Infra-struktur (z.B. Leerrohre) und verpachten diese anschließend an den Netz-betreiber. Das ausgewählte Unternehmen übernimmt den Netzbetrieb. Ein entsprechender Betreibervertrag muss zu Beginn des Vorhabens vorliegen.

Hochleistungsfähiges Breitbandnetz

Hier können Sie sich die Broschüre des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur herunterladen:

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